| 1985 bis 1993

| Vor 1868
| 1868 - 1883
| 1884 - 1897
| 1898 - 1912
| 1913 - 1921
| 1922 - 1934
| 1945 - 1982
| 1983
| 1985 - 1993
| 1994 - 2004
| 2005 - 2006
| Errichtung des Notrufsystem 69

Aufgrund volkswirtschaftlich nicht realisierbarer, flächendeckender Telefonanschlüsse wurde das Notrufsystem 69 im Jahr 1985 errichtet.
Dieses bestand unter anderem aus den öffentlichen Notrufmeldern, welche von den Einwohnern scherzhaft als "Rotkäppchen" bezeichnet wurden. Ursache hierfür war ihre Farbgebung, grünes Gehäuse mit einem roten Dach. Mit diesen Meldern, insgesamt waren 7 Stück im Stadtgebiet verteilt, konnte man außer der Feuerwehr auch die Polizei und die Schnelle Medizinische Hilfe alarmieren. Weiterhin waren noch 30 nicht öffentliche automatische Signalgeber angeschlossen, welche sich in Betrieben, Lagern und Kaufhäusern befanden und die Verbindung der Brandmeldeanlage dieser Objekte zur Abfragestelle bei der Polizei sicherstellten. Im Jahr 1989 wurde Herr Günther Dilk Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Apolda.



| Die Politische Wende

Mit der politischen Wende musste sich die örtliche Freiwillige Feuerwehr 1990 auf der Grundlage des Einigungsvertrages und der gesellschaftlichen Veränderungen als gemeindliche Einrichtung der Stadt Apolda herausbilden. Die ehemalige Abteilung "Feuerwehr" des Volkspolizeikreisamtes wurde Ende August 1990 aufgelöst. Am 1. September wurde der Wehrleiter Kamerad Günther Dilk als Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz der Stadtverwaltung Apolda eingesetzt.



| Die Gründung des Vereins "Freiwillige Feuerwehr Apolda e.V."

Im September 1990 wurde der Verein "Freiwillige Feuerwehr Apolda e.V." gegründet. Die Aufgabe des Vereins besteht darin, den der Gemeinde obliegenden Brandschutz zu übernehmen. Dafür stellte sich der Verein freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung. Die Stadtverwaltung als Träger des Brand- und Katastrophenschutzes musste auch Vorsorge für Verkehrs- und Gefahrengutunfälle treffen. Vereinsvorsitzender wurde Herr Günther Dilk. Durch den schlechten baulichen Zustand des gesamten Feuerwehrgerätehauses stand die Stadtverwaltung vor großen finanziellen Problemen. Im Dezember wurde der Einbau und die Inbetriebnahme einer neuen Ölheizung im Gerätehaus vollzogen. Auch die von den Kameraden selbst renovierten Räume im Wohnhaus konnten nun genutzt werden. Die von der Stadtverordnetenversammlung im Februar 1991 beschlossene "Ortssatzung über das Feuerlöschwesen der Stadt Apolda" bildete die Grundlage für die Organisation des abwehrenden und des vorbeugenden Brandschutzes. Eine Gebührenordnung wurde ebenfalls beschlossen. Der Bürgermeister der Stadt Michael Müller und einige Dezernenten der Stadtverwaltung traten dem Feuerwehrverein als fördernde Mitglieder bei, um so die enge Verbindung der Stadtverwaltung mit dem Feuerwehrverein zu dokumentieren.
Im September begann die Fa. Gesellschaftsbau Buttstädt GmbH mit der Dachsanierung der Fahrzeughallen und dem Einbau der neuen Hallentore. Bereits Mitte November konnte Baudezernent Paul Richter die Bauarbeiten abnehmen. In der vorletzten Sitzung verabschiedete der Thüringer Landtag das "Thüringer Gesetz über den Brandschutz, allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz", welches am 4. Januar 1992 durch den Präsidenten des Landtages unterzeichnet und veröffentlicht wurde. Danach ist die Gemeinde verpflichtet, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende Feuerwehr aufzustellen. Die Ausstattung mit Fahrzeugen hat auf der Grundlage der Einschätzung der Brandgefahren, technische Gefahren und Gefahren durch Naturereignisse, Gefahren durch Gefahrenstoffe, Gefahren durch radioaktive Stoffe und Gefahren auf, in und durch Gewässer zu erfolgen. Dazu ist eine reale, konkrete Gefahrenanalyse für die Stadt Apolda zu erarbeiten. Die Rechtsstellung der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen ist geregelt. Die Rechte und Pflichten sind in Ortssatzungen zu regeln, damit sie aus ihrer Tätigkeit in der Feuerwehr keine unzumutbaren Nachteile erleiden. Bedeutsam für die Feuerwehr ist die Festlegung, dass die kommunalen Aufgabenträger zur Erfüllung ihrer Aufgaben der Feuerwehr einsetzen. Außerdem wird die Möglichkeit der Vereinsbildung gesetzlich fixiert, wobei diese durch die Träger gefördert und unterstützt werden sollten.



| Übergabe der Bergungstechnik

Im Mai 1992 erfolgte die Übergabe einer Bergungstechnik für Verkehrs- und Gefahrengutunfälle durch das Ordnungsamt der Kreisverwaltung. Mit der Hydraulikpumpe mit Schere, Spreizer und Stempel können eingeklemmte Personen befreit werden. Außerdem stehen ein Trennschleifer sowie mehrere Hebekissen zur Verfügung. Um Umweltschäden weitestgehend zu begrenzen, können Ölbindemittel und Abdichtkissen für Gullys eingesetzt werden. Der Verein war an der Anschaffung eines Notstromaggregates mit 5.000,00 DM beteiligt.
Im selben Kalenderjahr wurde die Jugendwehr gegründet. Zu dieser Zeit waren es 25 Mitglieder im Alter von 10 bis 15 Jahren, davon 2 Mädchen Durchschnittsalter etwa 13 Jahre). Kamerad Schröder leitete die Jugendwehr, nach seiner Amtszeit übernahm 1994 Ingo Knobbe die Leitung der Jugendwehr. Durch den Bürgermeister Michael Müller wurde Herr Günther Dilk, der Wehrführer und Sachgebietsleiter für Brand- u. Katastrohenschutz in der Stadtverwaltung zum Stadtbrandinspektor berufen.
Im August fand ein "Tag der offenen Tür" mit dem Kinder- und Freizeitzentrum statt, 150 Kindern nahmen daran teil.



| Erweiterungsbaus in der Bernhardstraße

Die Brandschutzkommission der Stadtverordnetenversammlung beriet im September über den Stand der Arbeiten für den Erweiterungsbau in der Bernhardstraße. Dort begann im Dezember die Fa. Strabag mit der Fundamentsgründung für das neue Gebäude. Der dringend notwendige Sanitärtrakt, drei Fahrzeughallen, eine kleine Atemschutzwerkstatt sowie Schulungs- und Büroräume werden dort ihren Platz finden. Auch die Rettungsleitstelle sowie Schulungs- und Büroräume sollten dort künftig untergebracht werden. Der Landkreis hatte der Stadtverwaltung einen ersten Zuschuss in Höhe von 160.000,00 DM als Beitrag des Landkreises für den Ausbau zur Stützpunktfeuerwehr und die Umrüstung des Gerätehauses übergeben.
Die Stadtverordnetenversammlung stimmte der Beschlussvorlage zur Beschaffung eines Löschfahrzeuges LF16/12 zu. Der derzeitige Kostenvoranschlag lag bei 385.000,00 DM.



| Verlegung der Rettungsleitstelle

Mit der Verlegung der Rettungsleitstelle von der Polizeiinspektion in die Kreisverwaltung wurden auch die Kräfte der Feuerwehr von dieser alarmiert und im Einsatz geführt. Alle Fahrzeuge wurden mit Geräten des Behördenfunks ausgestattet und für die Arbeit an der Einsatzstelle Funksprechgeräte im Bereich des 2 Meter Bandes beschafft. Alle Kameraden erhielten einen Funkmeldeempfänger und sind somit jederzeit erreichbar. Damit nicht alle Kameraden gleichzeitig gerufen werden, gibt es vier Schleifen für je einen ganz bestimmten Personenkreis. Rund um die Uhr besteht ein Ausrückedienst der Wehrleitung um die erforderlichen fachlichen Entscheidungen treffen zu können.



| 125-jähriges Bestehen

Zum 125-jährigen Jubiläum am 8. Mai 1993 zeigte sich die Wehr in neuen Uniformen nebst Barett.

Nach der Stilllegung und Demontage des Sirenennetzes erfolgt die Alarmierung der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ausschließlich über Funkmeldeempfänger.

 





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